Impuls-Workshop der sieben Arbeitsgruppen zur Vorbereitung des Zusammenschlusses der Gemeinden Lupfig und Scherz

22. März 2015

Am 2. März trafen sich die sieben Arbeitsgruppen im Schulhaus Scherz. Rund 50 Bürgerinnen und Bürger aus Lupfig und Scherz wurden von den beiden Gemeindeammännern Richard Plüss und Hans Vogel sowie dem externen Projektbegleiter Jean-Claude Kleiner begrüsst. An ihrem ersten Arbeitstreffen tagten die Arbeitsgruppen rund drei Stunden zu den Themenbereichen Behörden/Verwaltung, Entwicklung der zusammengeschlossenen Gemeinde/Bau- und Nutzungsordnung, Schulwesen, Forst/Ortsbürgergemeinden, Techn. Betriebe/Werkhof/Entsorgung, Namen/Wappen/Kultur/Vereine.

Anschliessend erstatteten die SprecherInnen der Arbeitsgruppen dem Plenum Bericht.

In allen Arbeitsgruppen wurde die Gesprächskultur gelobt und dementsprechend erreichten auch alle das in den vorbereiteten Arbeitsblättern vorgegebene Ziel. Dabei ging es in den meisten Teams zunächst darum, die Chancen und Risiken eines Zusammenschlusses sowie die Stärken und Schwächen der beiden Gemeinden bezüglich der einzelnen Themenbereiche zu beurteilen.

Die wichtigsten Befunde und Vorschläge der Arbeitsgruppen:

  • Behörden/Verwaltung: Der Gemeinderat der künftigen zusammengeschlossenen Gemeinden soll sich wie bisher aus 5 Mitgliedern zusammensetzen mit einem rund 30-prozentigen Pensum des Gemeindeammanns.
  • Entwicklung der zusammengeschlossenen Gemeinde/Bau- und Nutzungsordnung: Die fehlende ö.V. Verbindungen zwischen Scherz und Lupfig werden als gravierender Mangel für die künftige Gemeinde empfunden.
  • Schulwesen: Als wichtigste Chance einer zusammengeschlossenen Schule erweisen sich die Möglichkeiten des Austauschs von Knowhow, die höheren Schülerzahlen und damit die Stabilisierung der Pensen der Lehrpersonen und die Verfügbarkeit von Stellvertretungen. Das Fehlen einer ö.V.-Verbindung wird als Hindernis für den allfälligen Austausch von SchülerInnen betrachtet.
  • Finanzen/Liegenschaften: Es wurde vor allem am Inventar der Liegenschaften gearbeitet, da der Finanzplan für die zusammengeschlossene Gemeinde noch in Arbeit ist.
  • Forst/Ortsbürgergemeinden:  Die Bedeutung und die Möglichkeiten gemeinsam betriebener Naturschutzprojekte standen im Vordergrund der Debatten und sollen vertieft werden.
  • Techn. Betriebe/Werkhof/Entsorgung: Eine Zusammenführung der beiden Wasserversorgungen ist problemlos möglich, auch weil die Brunnenmeister der beiden Gemeinden altershalber zurücktreten werden und deshalb ohnehin eine Nachfolge gesucht werden muss. Die bisherigen Stellenprozente werden auch in Zukunft genügen.
  • Namen/Wappen/Kultur/Vereine: Zur Erhaltung des kulturellen Lebens in den beiden künftigen „Ortsteilen“ Lupfig und Scherz sollen Dorfvereine gegründet werden.

Der nächste Workshop findet am 28. April 2015 in Lupfig statt.